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WaldWandelWeg

Erlebt den „Urwald von morgen“!

Die Consequenz der Natur tröstet schön über die Inconsequenz der Menschen.“

Johann Wolfgang von Goethe

Dieses Zitat umschreibt treffend das Bild, das sich Besuchern in den Wäldern rund um Torfhaus zeigt. Zwischen abgestorbenen Fichten, umgeworfenen Baumstämmen und aufragenden Wurzeltellern ragt frisches Grün von jungen Fichten- und Ebereschentrieben empor. Die ehemals angepflanzten, eintönigen Fichtenforste verwandeln sich in einen natürlichen, strukturreichen Bergfichtenwald mit unterschiedlich alten Bäumen.

Der WaldWandelWeg nimmt Besucher auf einem ca. 180 Meter langen Rundweg mit auf eine kleine Zeitreise durch die Entwicklung vom Forst zum Urwald von morgen.

Beim Anblick von Kahlflächen oder toten Bäumen stellen sich viele Gäste die Frage, wie wohl der Harzer Wald der Zukunft aussehen wird. Doch am Ende steht nicht ein toter Wald, sondern sprießendes Leben aus jungen Fichten, Ebereschen, Weiden und Birken.

Die aktuellen Waldbilder sind Ausdruck der natürlichen Dynamik, die sich in den Fichtenwäldern nicht nur des Nationalparks abspielt. Ist der beginnende Wandel zunächst erschreckend und ungewohnt, so zeigt sich bei näherem Hinsehen die unbändige Kraft der Natur.

Der WaldWandelWeg liegt auf einer relativ jungen Windwurffläche und auch der Borkenkäfer hat hier seine Spuren hinterlassen. Dadurch lässt sich auf ihm die dynamische Waldentwicklung unmittelbar und intensiv miterleben. Man sieht, welche Naturgewalten hier wirken und wie sich in den dadurch geschaffenen Strukturen in kurzer Zeit eine enorme Vielfalt und Lebenskraft entwickelt. Der stetige Wandel ist auf diesem Pfad Programm. Er ist vom Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus mit einer Wanderung von ca. 1,5 Kilometern leicht erreichbar.

In Ergänzung zum WaldWandelWeg wurde auf dem Quitschenberg direkt am Goetheweg von Torfhaus zum Brocken ein Infopunkt eingerichtet. Auch hier finden die Besucher ansprechend gestaltete Informationen rund um den Borkenkäfer und die Walddynamik im Nationalpark Harz und können die Natur auf dem Weg zum neuen Urwald beobachten.


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